Transsexuellen-Selbsthilfe-Flensburg
"Leben im falschen Geschlecht"
Bei Transsexuellen, bei Menschen, die "im falschen Geschlecht leben", weicht die Geschlechtidentität vom biologischen Geburtsgeschlecht ab.Sie wollen sozial als Angehörige des anderen Geschlechts anerkannt werden und streben nach einer Angleichung von Körper- und Selbstwahrnehmung.
Das heißt, sie versuchen Ihr Äußeres durch Kleidung und Verhalten an das andere Geschlecht anzupassen, um sich somit besser in die Rolle eines Mannes oder einer Frau versetzen zu können. Einige Menschen, die im falschen Körper leben, wünschen sich auch eine operative Angleichung, damit sie sich vollständig dem anderen Geschlecht zugehörig fühlen können.
AKTUELL:
>>>Das nächste Treffen in der Speicherlinie 34 ist am 13. Januar von 18 bis 20 Uhr
Rückblick:
Gruppe "Transgender" (Transsexuellen-Selbsthilfe-Flensburg) auf dem Selbsthilfetag 2011 in
Flensburg im Fördepark
Ja, heute saß ich mal auf der anderen Seite. Ich hatte einen Schreibtisch und einen bequemen Klappstuhl mit Polster...
... und konnte die Leute beobachten, die an mir vorüberzogen, um ihren
Wochenend-Einkauf zu erledigen.
Ich war dabei, um unsere flensburger Gruppe "Transgender" zu vertreten.
Ich habe es nicht bereut. Ich habe viele angenehme Gespräche geführt.
Natürlich liefen da nicht BETROFFENE zu Hunderten rum und sprachen mich an,
aber ich konnte sicherlich vor allen anderen Gruppen - und vor dem allgemeinen
Publikum zeigen: Wir gehören dazu!
Ich hatte sehr nette Standnachbarn, saß z. B. Rücken an Rücken mit Marita von der
ATAXIE-Gruppe: http://www.ataxie.de/
Was ich besonders nett und rührend fand: eine Dame aus den Reihen der
Selbsthilfegruppen hatte für mich wieder Zeitungsartikel ausgeschnitten
und gesammelt, auch einen über Rieke Mart, eine Fischerin, die mal Fischer
war in Eckernförde.
Man sieht, auch hier auf dem flachen Land (und auf See) gibt es so etwas wie uns.
Natürlich wäre heute auch ein schöner Strandtag gewesen, aber ich denke,
die Stunden im Fördepark waren keine Verschwendung!

ENDE AKTUELL
Aus Angst von der Gesellschaft ausgeschlossen zu werden und Freunde oder Familie zu verlieren, verbergen Transidenten häufig ihre Wünsche, Sehnsüchte und Gedanken vor anderen und gehen dem Wunsch, durch Tragen von Kleidung dem gefühlten Geschlecht näher zu kommen, versteckt nach.
Das liegt sicherlich auch daran, dass die Akzeptanz dieser Gruppe in der Gesellschaft nicht besonders hoch ist. Kann eine Frau das Tragen männlicher Bekleidung noch mit praktischen Erwägungen begründen, so werden Männer, die Frauenkleidung tragen, häufig als abartig betitelt.
Die Selbsthilfegruppe "Leben im falschen Geschlecht" richtet sich an Betroffene, die sich über ihre Situation austauschen und sich gegenseitige Unterstützung bei Problemen geben möchten.

unser Flyer steht als pdf-Dokument zum Download bereit
Weiterhin sollen auch Personen angesprochen werden, die zwar nicht darunter leiden, dass sie im falschen Geschlecht leben, sondern die Grenzgebiete zwischen männlich und weiblich ausleben wollen und dazu stehen.
Es geht darum, sich gegenseitig zu bestärken und zu zeigen "Wir sind eine Gruppe, wir sind nicht allein; wir wollen uns nicht verstecken, sondern der Öffentlichkeit zeigen: es gibt uns!"
Die Gruppe hält regelmäßige Treffen ab, will sich gegenseitig stützen und nach Kräften beraten. Wir treffen uns einmal im Monat; in der Regel
in der SPEICHERLINIE 34
18-20 Uhr
Aktuelle Termine und Änderungen im Terminplan können per Email erfragt werden: info@transsexuellen-selbsthilfe-flensburg.de .
Anmeldung und Informationen: info@transsexuellen-selbsthilfe-flensburg.de
Blog: Lisa-Marie auf ihrem Weg zur Frau - vom Beginn der Hormongabe
Begutachtungsanleitung Geschlechtsangleichende Maßnahmen bei Transsexualität
Kurzinformation:
Der Begriff "Transsexualität" steht für eine "Geschlechtsidentitätsstörung" und ist u.a. gekennzeichnet durch die dauerhafte Gewissheit, sich dem biologisch anderen Geschlecht zugehörig zu fühlen. Seit 1980 können nach dem "Gesetz über die Änderung der Vornamen und die Feststellung der Geschlechtszugehörigkeit in besonderen Fällen (Transsexuellengesetz - TSG)" auf Antrag die Vornamen einer Person auf Grund ihrer transsexuellen Prägung von einem Gericht geändert werden. Das TSG regelt allerdings nur die Änderung des Vornamens und des Personenstandes bei Transsexualität, nicht jedoch Fragen der medizinischen Behandlung.
Aus dem Leidensdruck der betroffenen Personen ergibt sich häufig auch der Wunsch zur Durchführung medizinischer, geschlechtsangleichender Maßnahmen. Die Rechtsprechung hat in den letzten Jahrzehnten den Rahmen umrissen, in dem die gesetzliche Krankenversicherung für solche Maßnahmen leistungszuständig ist.
Begutachtungen zu medizinischen Fragestellungen der Transsexualität werden von den Medizinischen Diensten der Krankenversicherung (MDK) durchgeführt, um den Krankenkassen Entscheidungen zu beantragten medizinischen Leistungen zu ermöglichen. Die Begutachtungen beziehen sich dabei auf die Notwendigkeit verschiedenster Maßnahmen wie Hormonersatztherapie, Epilation (Haarentfernung), genitalangleichende Operationen, Brustchirurgie, Stimmlagen- und Kehlkopfkorrekturen, Hilfsmittelversorgungen u.a.
Quelle: Medizinischer Dienst des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen e.V. (MDS) => http://www.mds-ev.org/
26.06.2009 - MDS/ste,ko
Gesetz über die Änderung der Vornamen und die Feststellung der Geschlechtszugehörigkeit
(Transsexuellengesetz - TSG):
http://www.mds-sindbad.de/infomed/Sindbad.nsf/sindbad.nsf/002568A2003D5BAE/1711D096FC5CCFDC00256A55004D6D8E?OpenDocument
gedanklicher Austausch im Crossdresser-Forum
Hier direkt Bereich TRANSSEXUALITÄT

